Sibilla "die Egen": Sibilla Egen Schule

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Abiturientin der Sibilla-Egen-Schule
Freundschaft_Kurdisch
Laborversuche
brennende Hand
Luftballonstart
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Über Sibilla "die Egen"

Unten aufgeführt finden Sie mehr Inormationen zu Sibilla "die Egen"

Erster Lebensabschnitt (~ 1470 - 1493)

Sibilla (oder Sibylle) Egen wird um das Jahr 1470, wohl in Dinkelsbühl geboren.

Ihr Vater, Hanns Egen, der selbst aus Hall stammte und einer alten Haller Familie angehörte, ist ab 1453 Bürger von Dinkelsbühl und wird dort auch "oft Bürgermeister". 1490 wird Sibylle Egen zum ersten Male in Hall urkundlich erwähnt, als ihr die Stadt 10 Gulden schenkte, mit der Begründung: "...von irs vatters weg(en), als er Hohenlo und uns verteidigt hat." Hier wird die Hilfe der Stadt Dinkelsbühl bei Bauernaufständen an Hall beschrieben. 1493 heiratete sie den Haller Adligen Hans von Rinderbach, welcher am Fischmarkt (heute Am Markt 9) residierte. Zu diesem Haus gehört auch einer der mittelalterlichen Wohntürme der Stadt, welcher allerdings beim Stadtbrand 1728 mitsamt allen weiteren Gebäudeteilen, die dazu gehörten, zerstört wurde. Es ist wahrscheinlich, dass diese Ehe von Seiten ihres Vaters arrangiert wurde. Somit wurde eine Verbindung zwischen der alten Haller Familie Egen, welche sich in dieser Generation nach Dinkelsbühl abgesetzt hatte und dem politisch einflussreichen Haller Adelsgeschlecht von Rinderbach möglich. Es ist zu überlegen, ob diese Ehe nicht nur der Machtsicherung der Obrigkeit dienlich war. Doch selbst wenn, so war dies in der damaligen Gesellschaftsordnung durchaus üblich. 

Um 1493/1494 gebar Sibylle von Rinderbach ihren ersten und einzigen Sohn, Matthias von Rinderbach. Dieser wurde nach seinem Großvater benannt, dem langjährigen Stättmeister Mathis von Rinderbach.

Kurz vor seinem Tode verkaufte Hans von Rinderbach das Haus (14.01.1500) am Fischmarkt an seinen Schwager Ludwig Volland. Am 14.02.1500 verstirbt ihr Ehemann ohne genannten Grund. Ein Testament gab es nicht.

Sibylle von Rinderbach erbte somit sein gesamtes Vermögen, welches aus mehreren Höfen um Hall herum und einer ordentlichen Summe Geld bestand. Zudem erbte sie, als Vormund für ihren Sohn, alle vom Vater erworbenen Immobilien in Hall. Das Haus am Fischmarkt musste sie allerdings nach dem Tode ihres Mannes verlassen, auch wenn sie dort noch einige Zeit, als Witwe, geduldet war.
Ab 1508 lebt sie am Alten Schumarkt (heutige Ecke Haalstraße/Blockgasse). 1501 stiftete sie Zehnten an das Reiche Almosen*. In der Urkunde bestimmte sie, dass - "...so ir sune Mathis von rinderpach zu seinen jarn und tagen kopmt" - Dieser die Verfügungsgewalt über die Einkünfte erhält. Wie eine Notiz bei dem entsprechenden Eintrag im Stiftungsbuch ausweist "ist nichtz drauß word(en)".

* Das "Reiche Almosen" war eine, halb kirchliche, halb städtische Stiftsorganisation, welche Ende des 15. Jahrhunderts in Hall gegründet wurde und die Speisung und Fürsorge Armer und Hilfsbedürftiger zur Aufgabe hatte. Diese Organisation ist vergleichbar mit den Pfründen der Kirche in der selben Zeit. Nur dass eben hier die Reichen einzahlten, und die Armen davon profitieren konnten. Des Weiteren wurde darin die eigene, soziale Absicherung des einzelnen gesehen.

Die erste Witwenschaft (1500 - 1517)

Matthias von Rinderbach, welcher als einziger männlicher Nachkomme mit dem Erreichen der Volljährigkeit einen Anspruch auf das Vermögen hätte erheben können, verstirbt, bevor er volljährig wird, wohl um das Jahr 1510. 

Da nun kein männlicher Nachkomme von Seiten des verblichenen Hans von Rinderbach mehr da war, wurde die politische Macht der Familie Rinderbach in die Hände von Hans' jüngerem Bruder Ulrich von Rinderbach gelegt, der als Ratsherr tätig war. Sein Sohn, Veit von Rinderbach, studierte erst in Tübingen und wurde 1509 Stättmeister von Hall.

Nach dem Tode ihres Sohnes nahm Sybille von Rinderbach wieder ihren Mädchennamen an und war fortan als "Sibilla die Egen" bekannt.

In der Folgezeit wird sie als besondere Wohltäterin beschrieben, die sowohl politischen, wie auch wirtschaftlichen Machteinfluss besaß.

Am 23.09.1509 gründete sie zusammen mit ihrem Bruder Jeremias Egen, der noch im selben Jahr verstarb, eine kirchliche Stiftung zur Unterstützung von jungen Frauen, Hebammen und Mägden. Sie stifteten 620 Gulden für wohltätige Zwecke. Die Verfügung über diese Stiftung legten sie in die Hände ihrer Erben und nach Jenen, in die des Rates.
Bereits 1507 beteiligte sie sich beim Bau der großen Haller Treppe vor St. Michael als eine der stärksten Investoren. Fortan kümmerte sie sich zudem um ihre beiden Nichten, Katharina und Magdalena, bis zu deren Hochzeiten.
Auch der Umbau der St. Michaelskirche selbst, der schon seit 1427 im Gange war, lag ihr sehr am Herzen, weshalb sie diesen auch finanziell stark unterstützte.

Ihre wahrscheinlich konservative christliche Einstellung veranlasste sie wohl die folgenden Jahre als Witwe zu leben.

*Matthias v. Rinderbach stirbt 1509, sein Cousin wird 1510 Stättmeister!

Die zweite Ehe (1517 - 1532)

Erst 1517 heiratete "die Egen" den fast 20 Jahre jüngeren Juristen Anton Hofmeister aus Wimpfen. Sein Vater war dort Schuldheiß. Es ist anzunehmen, dass sie ihren zweiten Gatten als einflussreiche Frau politisch gut platzieren wollte. Ihr selbst als Frau war der Zugang zum Rat verwehrt.

Berits 1518 wird Anton Hofmeister, der nur ein Jahr zuvor Bürger von Hall wurde, Ratsherr.

Ebenfalls im Jahr 1518 geht das ehemalige Rinderbachsche Anwesen am Fischmarkt in den Besitz der Familie Hofmeister-Egen über. Nun konnte die damals zirka 50-jährige wieder am Marktplatz residieren. Dieses Haus war zwischenzeitlich zum Schauplatz der sogenannten "dritten Zwietracht", der Haller Verfassungskämpfe geworden, bei denen die adligen und die bürgerlichen Ratsherren um das Zugangsrecht zu der im Hause befindlichen bürgerlichen Trinkstube stritten. Der Adel unterlag bei dieser Auseinandersetzung, worauf die meisten Adligen die Stadt verließen und diese fortan überwiegend von Handwerken und einfach Bürgern regiert wurde.

Am 02.05.1523 (?) überschrieb Sibilla Egen-Hofmeister große Teile des gemeinsamen Vermögens an ihre Stiftung und ergänzte diese dadurch zu einer rein sozialen Stiftung. Sie entwickelte eine planmäßige Förderung von jungen, armen Frauen und Jugendlichen, damit diese nicht in den "Müssiggang" verfielen. Dieses Vorgehen, zu vergleichen mit der Vergabe von Stipendien, war revolutionär und zukunftsorientiert.

Es liegt nahe, dass dieses Vorgehen durch Johannes Brenz (1499 - 1570) bewirkt wurde. Er schreibt in einem Dekret über die Stiftung "Von der Schul": "...die geschrift ... gehort auch den weybern zu ..." 1529 lässt sie ihre Stiftung offiziell und urkundlich in eine soziale Stiftung umwandeln.   

Reformationszeit in Hall (1523 - 1525 - 1548)

An Jacobus 1525 wird in Hall die Reformation durch den jungen Stuttgarter Prediger Johannes Brenz durchgeführt. Anton Hofmeister (und wohl auch dessen Gattin) waren große Förderer und Unterstützer Brenz'. Sogar von einer innigen Freundschaft zwischen Anton Hofmeister und Johannes Brenz wird berichtet.

Viele Haller Adels- und Ratsfamilien unterstützen den Reformator, bedeutete dies doch die Möglichkeit zur Machtausbreitung und Lösung von der römisch-katholischen Kirche, welche die Bürger - auch politisch - stark beeinflussen konnte. 1527 wird die Stadtkirche St. Michael fertiggestellt. Sibilla Egen-Hofmeister erlebte also noch die Fertigstellung ihrer geliebten Michaelskirche. 

1527, 1529 und 1531 leitete Anton Hofmeister als Stättmeister die Verwaltung der "freyen Reichsstadt Hall". Zu erwähnen wäre hier, dass Hall sich zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt seiner politischen und vor allem wirtschaftlichen Geschichte befand. Die Stadt wird in dieser Epoche als eine der wichtigsten Markt- und Handelsstädte Mitteleuropas beschrieben.

Johannes Brenz:
Brenz kam um 1520 nach Hall, nachdem er in Stuttgart Theologie studiert hatte. Er wurde in Hall Stadtpfarrer und führte 1523 die Reformation durch. 1540 musste Brenz vor römisch-katholischen Truppen aus der Stadt fliehen und konnte sich nach Stuttgart absetzen. Mit der Unterstützung des Herzogs von Württemberg gelang es ihm in ganz Süddeutschland reformatorisch zu wirken.

Die zweite Witwenschaft (1532 - 1538)

Nach seiner Amtsperiode 1531 (kein Stättmeister konnte zwei Jahre am Stück regieren) verstarb auch Anton Hofmeister am 20.09.1532. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. Somit fiel das gesamte Vermögen des Anton Hofmeister an Sibilla Egen-Hofmeister. Diese kümmerte sich bis zu ihrem Tod weiter mit viel Hingabe um ihre Stiftung und lebte als Witwe allein mit ihren Mägden.

In dieser Zeit kümmerte sie sich erfolgreich um die Verwaltung aller ihrer Güter. Durch finanzpolitisches wie auch kaufmännischem Geschick, konnte sie zeitlebens einen Vermögenszusatz von 57% erwirtschaften.
Nach dem Tode ihres ersten Mannes 1500 erbte sie ein Vermögen von 4000 Gulden. Kurz nach der Heirat mit Anton Hofmeister, 1519 betrug dies bereits 5200 Gulden. Und nach dem Tode ihres zweiten Mannes hatte sie ein Vermögen von 6000 Gulden inne. Sie mehrte also ihr Vermögen auch während ihrer Witwenschaft. Neben ihrem Finanzvermögen besaß sie noch etliche Immobilien, Liegenschaften und Landbesitz, den sie, Zeit ihres Lebens stark erweitern konnte. Sie wusste diese gut zu verwalten. Sie besaß mehrere Güter, so zum Beispiel Höfe in Hagenbach und Tüngental, sowie in Erlach und Heimbach und einen stadtnahen Weinberg. 
Sie erhielt Gülten von Bauern aus Großaltdorf, sie hatte Anteil am Zehnten von Büchelberg und Ziegelbronn. Auch als frühe Immobilienmaklerin bewies sie ihr können. Sie beobachtete den Immobilienmarkt immer sehr genau. So veräußerte sie um 1500 einen Teil ihres Landbesitzes und legte das Geld gewinnbringend an, da der in dieser Zeit aufkommende Zinskauf eine höhere Rendite als Immobilien abwarf.
Ihre persönliche Absicherung im Alter war ihr zudem wichtig. Sie bezog neben den Einkünften aus ihren Liegenschaften ein monatliches Witwenliebgeding vom Spital in Höhe von 100 Gulden.

Der Lebensabend und die Stiftung (1533 - 1538)

 

Am 02.05.1533 erweiterte sie ihre Stiftung beträchtlich zu Gunsten von studierenden Bürgerssöhnen, schwangeren Frauen, bedürftiger Handwerker, Witwen und Waisen.

In ihrem Testament erwähnt die getaufte Katholikin nur noch Gott, nicht mehr die Heiligen. Sie verantwortet ihre Verwaltung nur als Verwaltung von Gottes Besitz auf Erden. Hier mischen sich Vorstellungen des Katholizismus und der frühen protestantischen Kirche. Brenz hatte sie also tiefgehend geprägt. Sie verteilte auch ihr Vermögen bis ins Detail. Ihren Nichten, die bei ihr lebten, vermachte sie einige Güter, ihren Verwanden Andenken, aber kein Geld. Auch bei ihrer Schwester und ihrem Bruder machte sie hier keine Ausnahme. Ihr Vermögen fiel der Stiftung zu.

Zudem bedachte sie auch hier die Armen. Sie stellte fest, wem nach ihrem Tode die Schulden zu erlassen seien und dass ihre alten Kleider und Tücher den Armen überbleiben sollen. Sie stiftete den Spitälern der Stadt auch Betten und widerrief ihre Bestimmung, dass bis zum 30. Tag nach ihrem Tode 3 Arme gespeist werden sollen. Nun legte sie stattdessen fest, dass an zehn Arme ein "ziemlich Malzeit" auszugeben sei.

Vorausblickend legte sie des weiteren fest, dass der Verwandte, der das Testament anfechten würde - weil die Verwandtschaft zu wenig, die Stiftung zu viel erhalten würde - gar nichts bekommen solle.

Am 28.09.1538 stirbt Sibilla Egen-Hofmeister im Alter zwischen (min.) 68 und 70 Jahren.

Sie kümmerte sich um die sozial Schwächeren wie keine andere vor ihr und legte den Grundstein für den späteren städtischen Sozialhaushalt.
Sie war eine außergewöhnliche Bürgerin der Stadt Hall und eine herausragende Frau, die es zeitlebens verstand, das Gleichgewicht aus Geben und Nehmen zu halten.