Feiern auf Augenhöhe
The winner takes it all!
„The winner takes it all, the loser's standing small“ – wer am Freitag in die stolz strahlenden Gesichter der 59 Abiturientinnen und Abiturienten schaute, wusste sofort, dass er es an diesem Abend nur mit Gewinnern zu tun hatte. 1,0-Abitur oder gerade noch so geschafft, klein oder unbedeutend musste sich zu diesem Anlass keiner fühlen und in diesem Sinne gab das von den Schulabgängern gewählte Abba-Motto auch den Ton des festlichen Abends an.
Schulleiter Klaus Blum beglückwünschte in seiner Begrüßungsansprache die jungen Absolventen und Absolventinnen und gab zu bedenken, dass nicht nur die beste Note zähle, sondern es auf dem Weg zum Abitur ebenso wichtig sei, aus Rückschlägen zu lernen und eigene Schwächen zu akzeptieren. Dieser Weg zum Erfolg sei auch mit Blick auf das weitere Leben nicht immer gerade und ohne Hindernisse, weshalb Klaus Blum die jungen Erwachseneren dazu ermutigte, an sich zu glauben und selbstbestimmt ihre Ziele zu verfolgen.
Wie jedes Jahr nahm Abteilungsleiter Thomas Fuß im Anschluss daran die geladenen Eltern, Freunde und Verwandte mit Humor und Esprit auf eine Reise durch die zentralen Statistiken und Daten rund um das Abitur 2025. Höhepunkt war dabei die von allen sehnlichst erwartete Verleihung der Zeugnisse: Nach zwei Jahren Fleiß, schweißtreibenden Aufgaben, Höhen, Tiefen und so manchen sich erst später in Klarheit verwandelnden Fragezeichen konnten die jungen Erwachsenen endlich den Lohn ihrer Mühen in Empfang nehmen. Für überdurchschnittlich gute Leistungen wurden dabei sechs Absolventen mit einem Preis und fünf mit einer Belobigung ausgezeichnet.
Übergabe der Fachpreise
Für Spannung sowie das ein oder andere überraschte Freudentränchen sorgte auch die Übergabe der Fachpreise. An Nalany Schmidt, die ihr Abitur mit einem 1,0-Schnitt abschloss, gingen gleich drei Preise: der renommierte Scheffelpreis für die beste Gesamtleistung im Fach Deutsch, der Geschichtspreis von der Landeszentrale für politische Bildung sowie der Biotechnologie-Preis der Chemie.BW. Mit einer Gesamtpunktzahl von 876 Notenpunkten fehlten der Schülerin damit nur 24 Punkte zum Erreichen der überhaupt möglichen Maximalpunktzahl. Ebenso drei Preise wurden an die 1,0-Abiturientin Hanna Feyerabend verliehen: der eben genannte Biotechnologie-Preis für hervorragende Zensuren im Profilfach Biotechnologie, der evangelischen Religionspreis sowie der Chemie-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker; über letzteren durfte sich auch Mila Welz freuen. Mit dem Preis der Englischfachschaft wurde Fiona Mosgoll geehrt, die ebenfalls ihr Abitur mit einem Schnitt von 1,0 abschloss. Fritz Nyström erhielt den Preis des Historischen Vereins für Württembergisch-Franken zur Anerkennung besonders lobenswerter Leistungen im Fach Geschichte mit Gemeinschaftskunde sowie den Preis der Heidehof-Stiftung, der die herausragendste Kompetenz im Fach Pädagogik und Psychologie belohnt. Der Preis der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft wurde an Alina Strecker und Emma Sänger verliehen. Mit der Auszeichnung durch den Kofrányi-Preis für herausragende Ergebnisse im Fach Ernährungslehre und Chemie durfte sich auch Clara Schleicher in die Riege der Preisträger einreihen. Darüber hinaus erhielt die Schülerin den Sozialpreis des Freundeskreises der Sibilla-Egen-Schule und bewies damit, dass sie nicht nur auf ihre wissenschaftlichen Kompetenzen stolz sein durfte. Den Informatikpreis durfte Felix Henry entgegennehmen.
"Das eigene Licht nicht unter den Scheffel stellen"
Nach dem offiziellen Teil des Abends war es an den Schülerinnen und Schülern, ihre Perspektive auf die vergangenen beiden Schuljahre zu präsentieren. In ihrer Scheffelpreisrede war es Nalany Schmidt ein besonderes Anliegen, den Fokus beim Blick auf ihre Generation zu schärfen und mit oft gesellschaftlich verankerten Vorurteilen gegenüber dieser aufzuräumen. Da es insbesondere die jungen Menschen wären, die in der Lage seien, Dinge neu zu denken und zu bewerten, sollen diese ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Als sich auf die Aufforderung der Rednerin alle Zuhörenden erhoben, um die Augenhöhe, mit der sich die verschiedenen Generationen begegnen sollten, unmittelbar erlebbar zu machen, legte sich ein kurzer Gänsehautmoment über die Gäste in der Weinbrennerhalle.
Bewegende Abschlussworte wurden auch von der langjährigen stellvertretenden Schülersprecherin Clara Schleicher an das Publikum gerichtet, die insbesondere den Wert des Zusammenhalts innerhalb der Jahrgangstufe hervorhob.
Neben den nachdenklich stimmenden Tönen kamen aber auch Spiel und Witz nicht zu kurz: Mit Videosequenzen, Quiz- und Spielrunden erinnerten die Schülerinnen und Schüler an die gemeinsam erlebte Zeit und auch die Lehrerschaft musste mit einem Augenzwinkern unter Beweis stellen, dass sie den an der Schule unterrichteten Lernstoff ebenso gut beherrschte wie die erfolgreichen Schulabgänger.
So endete eine rundum gelungene Abschlussfeier, an der wiederholt daran erinnert wurde, dass es zwischen den von Abba besungenen Winnern und Losern keine Unterschiede geben sollte, sondern dass alle auf Augenhöhe mutig und zielbestimmt ihren Lebensweg beschreiten.
Die Sibilla-Egen-Schule gratuliert all ihren Abiturientinnen und Abiturienten und wünscht ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg.
Die Absolventen des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums - Profil: Soziales
Andreas Bachmeier, Mareike Böhm, Sofia Breuninger, Nina Dreher, Hannah Frank, Lina Frey, Leni Gaugel, Johanna Hägele, Naomi Hähnle, Felix Henry, Leon Hess, Maja Horlacher, Anelie Jenß, Jessica Kadow, Hana Kastrati, Johanna Kern, Carolin Kircher, Mona Kühnle, Fiona Mosgoll, Helena Münster, Fritz Nystroem, Marthe Schelhorn, Anke Wagner
Die Absolventen des Biotechnologischen Gymnasiums
Fatma Celen, Paul Czaja, Antonia Diehm, Lilly Eller, Hanna Feyerabend, Kathleen Giera, Greta Gschwindt, Jara Hofferek, Antonio-Gabriele Larosa, Bastian Lienhardt, Jesse Müller, Nicole Neufeld, Emilie Pauls, Greta Piontek, Emely Regehr, Nalany Schmidt, Johanna Schwenk, Jella Stüß, Vanessa Vidakovic, Salem Woldeghiorghis




















