Und nach dem Abitur?

Mit dem Abitur ist der erste große Schritt für eine gediegene Berufsausbildung erfolgt. Aber wie kann es weitergehen, vor allem nach dem Besuch des Biotechnologischen oder Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium? Hier eine Übersicht über Ausbildungswege, die für unsere Abiturientinnen und Abiturienten auf Grund ihrer Profilfächer besonders geeignet sind.

Auf dem Weg über die Universität

10 bis 12 Semester wissenschaftliches Studium der Chemie, Pharmazie, Biologie, Biochemie, Biotechnologie, Humanbiologie, Molekularmedizin, Biomedizin, Lebensmittelchemie, Ökotrophologie, Bioinformatik.

In Chemie und Biologie kann neben den rein universitären Abschlüssen (Diplom, zukünftig Bachelor und Master) auch das erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abgelegt werden.

Im näheren Umfeld des Profils kann man einsteigen in: Lebensmitteltechnik, Chemieingenieurwesen, Mineralogie, Geologie, Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Agraringenieurwesen.

Im etwas weiteren Umfeld des Profils bieten sich das Studium der Biomedizintechnik, Medizininformatik und der Landespflege an.

Und außerdem steht den Abiturienten auf Grund der erlernten naturwissenschaftlichen Grundlagen das Studium der Physik, der Mathematik und der Informatik offen.

Auf dem Weg über Pädagogische Hochschulen

Nach 6 bis 9 Semestern erreicht man das Lehramt an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen. Wesentlich geeignet sind die Fächer Chemie und Biologie, aber auch Physik und Mathematik sind denkbar.

Auf dem Weg über Fachhochschulen

Die Ausbildung umfasst 8 Semester, davon 2 Praxissemester.

Im Kern bieten sich das Studium der Chemie, Biochemie, Biotechnologie, Lebensmittelchemie und der Pharmazeutischen Chemie an, im engeren Umfeld auch Chemietechnik, Verfahrenstechnik, Kunststofftechnik, Lebensmitteltechnik, Ernährungs- und Hygienetechnik an.

Im etwas weiteren Umfeld: Umwelttechik, Papiertechnik, Gartenbau, Landespflege, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, daneben auch Medizinische Informatik und Medizinische Dokumentation.

Auf Weg über Berufsfachschulen:

Voraussetzung ist hier nur teilweise das Abitur, meist die Mittlere Reife.

Wichtige Ausbildungsgänge: Chemisch-technische Assistenten, Pharmazeutisch-technische Assistenten, Biologisch-technische Assistenten, Umweltschutztechnische Assistenten, Veterinär-medizinisch-technische Assistenten, Assistenten für Biotechnologie, Zytologie-Assistenten, Assistenten für Agrar- und Umweltanalytik

Im engeren Umfeld: Diatassistent, Kinderkrankenpfleger, Krankenschwester, Hebamme.

Im weiteren Umfeld: Medizinisch-technische Assistenten, Physikalisch-technische Assistenten, Operationstechnische Assistenten und schließlich noch Physiotherapeut, Logopäde, Orthoptist.

Betriebliche Ausbildungen führen zu folgenden Berufen:

Sehr gut zum Profil passend: Chemielaborant, Biologielaborant, Chemikant; im engeren Umfeld: Lacklaborant, Milchwirtschaftlicher Laborant, Fotolaborant.

Im weiteren Umfeld: Baustoffprüfer, Werkstoffprüfer, Fotograf, Verfahrensmechaniker, Florist, Gärtner, Winzer, Landwirt, Pferdewirt.

Auf Grund der naturwissenschaftlichen Grundbildung sind auch Berufe wie Augenoptiker und Hörgeräteakustiker denkbar.


Genauere Informationen:

Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall. Berufsberater für Abiturienten und Hochschüler: Richard Seubert

Internet: www.arbeitsagentur.de

E-Mail: SchwaebischHall.Berufsberatung@arbeitsagentur.de

... oder im BerufsInformationsZentrum, täglich geöffnet vom 8 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, Freitag bis 13 Uhr; zusätzlich jeden ersten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr, Tel. 0791 9758-308



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Stand: 05-06-03
Bearbeiter: GiJ
Informationen: R. Seubert, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall
Datei: schule/bg/nachabi.htm