Bildungskonferenz auf Burg Steinegg / Lehrer blickten nach vorn

BallZukunftsfragen der Bildung erörtert / IHK-Geschäftsführer referierte

An zwei intensiven pädagogischen Tagen befasste sich das gesamte Kollegium der Hauswirtschaftlichen Schule Schwäbisch Hall auf einer Klausurtagung auf Burg Steinegg mit den aktuellen Bildungsfragen der Zukunft.

Neben einem Referat des IHK-Geschäftsführers Augenstein wurde die "Bildungskonferenz" selbst gestaltet, das heißt, einzelne Kollegen stellten wesentliche Fragen der Bildungsdiskussion dar - das Experiment der "lernenden Schule" als "Open Space" gelang sehr gut.
In zwei einführenden Referaten stellten Studiendirektorin Hanschke und Oberstudienrat Graef einige Fragestellungen vor. Die in der Wirtschaft geforderten Kenntnisse und Fertigkeiten - heute Schlüsselqualifikationen genannt - müssten neben den klassischen Fähigkeiten mehr ins Zentrum des Lernens rücken. Dies habe methodische aber auch inhaltliche Konsequenzen. Die Aufgaben des Lehrers würden sich weiterhin verändern, denn der Strukturwandel der Gesellschaft werde einen Wandel der Schule zu Folge haben. Dabei müsse sich der sich reformierende Unterricht sowohl der Aufgabe der sozialpädagogischen Herausforderung durch die heutigen Schüler stellen, andererseits dürfe der wissenschaftliche Unterricht mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken nicht zu kurz kommen.

Arbeitsgruppen befassten sich mit Fragen neuer Lerntechniken, Projekt- und Teamarbeit, außerunterrichtlichen Veranstaltungen, ganzheitlicher Motivation, der Werteerziehung und neuen Lernkonzepten von Modellschulen. Zwei jüngere Kolleginnen referierten Probleme und Chancen der Freiarbeit und des Offenen Unterrichts.
Immer wieder brachten die Kollegen in diese intensiven Gespräche ihre langjährigen Erfahrungen ein und formulierten in Protokollen ihre Ergebnisse und Forderungen. Der Vortrag von IHK-Geschäftsführer Augenstein regte eine intensive Diskussion an. Am Beispiel des Schulreformers I.Klippert zeigte er aus seiner Sicht die Notwendigkeit und die Chancen einer Bildungsreform auf Neues Gruppenlernen, EDV-Kenntnisse, variable Lernmethoden und selbstbewusste Mitarbeiter - das waren nur einige Stichworte.

Eine gelungene Bildungskonferenz - auch die skeptischen Kollegen waren am Ende mit den erzielten Ergebnissen zufrieden, wobei auch die Kooperation des Bildungsteams Schule gestärkt wurde.



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Stand: 00-02-07
Bearbeiter: Nicole Preuhs
Datei: schule/1999_00/paedtag.htm