Die drei Kriege in Angola

 
Nach mehr als drei Jahrzehnten Krieg ist Angola, eines der potentiell reichsten Ländern Afrikas, praktisch am Nullpunkt angelangt: Es starben schätzungsweise 600 000 Menschen. Millionen Menschen verloren ihr Zuhause und sind auf der Flucht.

 Beginn - Ursachen - Konfliktparteien - Verlauf - Folgen - Lösungsansätze - Quellen

Beginn

Es werden drei Kriege unterschieden, die - von nur wenigen Monaten Frieden unterbrochen - aufeinanderfolgen:


Beginn - Ursachen - Konfliktparteien - Verlauf - Folgen - Lösungsansätze - Quellen

Ursachen

1961 Befreiungskrieg gegen die portugiesische Kolonialmacht.
1975 Kurz nach der Unabhängigkeit von Portugal entsteht ein Konflikt zwischen den beiden rivalisierenden politischen Gruppierungen des Landes. Dieser weitet sich schon bald zu einer Art Stellvertreterkampf im Kalten Krieg aus. Die Sowjetunion und Kuba unterstützen die links gerichtete MPLA-Regierung, Amerika und Südafrika unterstützen die prowestlichen Unita-Rebellen. Nachdem die MPLA die Wahlen gewinnt und an die Regierung gelangt, folgen 20 Jahre Bürgerkrieg.
1992 Diese Auseinandersetzung entstand, als Unita-Chef Jonas Savimbi seine Niederlage bei den international überwachten Wahlen vom 29. und 30. September 1992 nicht akzeptieren wollte und sich mit seinen Soldaten in den Busch zurückzog.
1996 Rund 2000 Soldaten Savimbis dringen von Nordangola durch Zaire nach Cabinda vor. (Cabinda ist eine angolanische Exklave und gilt wegen ihren Ölvorkommen im Küstenbereich als eine Art "afrikanisches Kuwait".)

Seither kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der angolischen Armee und der Rebellenbewegung Unita, sowie zu tötlichen Überfällen.

1997 Anfang Juni wurde der Friedensprozeß durch schwere Zusammenstöße im Norden   zwischen der regierenden MLPA und UNITA-Opposition unterbrochen. Erst mit der Vereidigung einer gemeinsamen Koalitionsregierung kehrte Frieden zurück.
99-01-23 Der Weltsicherheitsrat und der UN-Generalsekretär Kofi Annan haben beschlossen, ihre 984 Blauhelm-Soldaten am 26. Februar zurückzuziehen; da der Krieg keine Voraussetzung für eine friedensbringende Rolle mehr hat.
01-08-12 Rebellen brachten eine Lokomotive mit einer Miniexplosion zum  Stehen und schoßen wahllos auf Reisende. Die Rebellenorganisation UNITA rechtfertigte den Überfall damit, dass Treibstoff und Munition für Regierungstruppen von dem Zug transportiert wurden.

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Konfliktparteien und ihre Ziele


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Verlauf

Am 14.03.2002 einigten sich die angolanische Regierung und die UNITA- Rebellen, nach 27 Jahren Bürgerkrieg auf einen Waffenstillstand. Vertreter der UNITA verständigten sich darauf, im ganzen Land die Feindseligkeiten zu beenden. Nach dem Tod von Rebellenchef Jonas Savimbi, hatte die UNITA breites ihre militärischen Aktivitäten eingestellt.


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Folgen

Nach mehr als drei Jahrzehnten Krieg ist Angola, eines der potentiell reichsten Ländern Afrikas, praktisch am Nullpunkt angelangt:


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Lösungsansätze


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Quellen

Das Parlament Nr. 21/22 vom 19./26. 5.1995

Der Spiegel:
Nr. 24/1995 S. 172 "Der verminte Friede"
Nr. 30/1996 S. 109 "Deal mit Diamanten"
Nr. 41/1996 S. 165 "Droht ein Kampf um 'Afrikas Kuwait'?"

Internet:

http://www.koeln-online.de/ai/berichte/af12d01.htm (6. Juli 1995)

Haller Tagblatt: 98-08-01, 98-09-03, 99-01-07, 98-01-09, 99-01-27, 99-02-27, 02-02-25

IAP 04/02, 01/98, 09/01



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Stand: 05-03-11
Aktuelle Bearbeiterin: Evelin Lehmann
Urautor: Michael Klitzner
Frühere Bearbeiter: Petra Ludwig (1997), Carmen Gentner (1999), Meike Olp (2002) Hanna Wolf (2003), Yvonne Rieger (05), Katrin Seubert (05)
Grafik: "Unsere Erde" von Rudas & Karig (Verlag Markt & Technik)
Datei: angola/angola.htm